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Bodensee Sehenswürdigkeiten

Erleben Sie spektakuläre Momente bei einer Wanderung durch die Marienschlucht, tauchen Sie ein in die vielfältige Unterwasserwelt im Sea Life Konstanz oder fühlen Sie sich im Schloss Salem in die Vergangenheit zurückversetzt, am Bodensee gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken! Wir haben für Sie die schönsten Bodensee Sehenswürdigkeiten zusammengestellt. Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Reiseinformationen oder in unseren Bodensee Bildern.


©  Fb78 / Wikimedia Commons

Schloss Salem

Das Schloss Salem zählt unumstritten zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten rund um den Bodensee. Das ehemalige Zisterzienserkloster wurde im 12. Jahrhundert erbaut und im Jahr 1178 von Papst Alexander III. direkt dem Vatikan unterstellt, statt dem Diözesanbischof in Konstanz, der eigentlich die Zuständigkeit besaß. Im Laufe der Jahre wurde das Kloster durch die Salzförderung und den Weinbau zu einem der bedeutendsten in ganz Deutschland. Um 1285 wurde der Bau eines gotischen Münsters begonnen, der im Jahr 1414 fertig gestellt wurde und den Reichtum und die Produktivität des Klosters zu dieser Zeit aufzeigt. Er gilt als einer der wichtigsten hochgotischen Bauten im süddeutschen Raum.
Im 30jährigen Krieg und in einem Brand am Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Kloster fast vollständig zerstört und musste wiederaufgebaut werden. Im Gegensatz zur bescheidenen Gestaltung des Klosters vor der Zerstörung legte man nun großen Wert auf einen prunkvollen Ausbau, um zur Zeit der Gegenreformation die richtige Außenwirkung zu haben. Die gotischen Elemente des Münsters wurden zunächst durch barocke, später durch frühklassizistische Stilelemente ersetzt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts löste sich der Konvent auf, unter Prinz Max von Baden wurde das Gebäude 1920 in ein Elite-Internat umgewandelt. Diese Funktion hat das Schloss bis heute inne.

Die historischen Gebäude, die prachtvollen Innenräume und die weitläufigen Parkanlagen machen das Schloss Salem zu einer beliebten Bodensee Sehenswürdigkeit. Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich zusätzlich zahlreichen Museen und Ausstellungsräume, wie zum Beispiel das Feuerwehrmuseum, das Brennereimuseum oder die historische Schmiede, die jährlich eine Vielzahl an Besuchern anlockt.


© José Conçalves / Wikimedia Commons

Sea Life Konstanz

Wer am Bodensee Urlaub macht, sollte sich einen Besuch im Sea Life Konstanz nicht entgehen lassen. In dem Aquarium leben mehr als 3000 Tiere, die in über 30 Becken bestaunt werden können. Kleine Fische in bunten Riffen, Haie und Seepferdchen zeigen das abwechslungsreiche Leben in unterschiedlichen Gewässern. Besonders beliebt bei den Besuchern sind die Eselspinguine: Die 60 bis 80 cm großen Tieren, die eigentlich in der Antarktis beheimatet sind, schwimmen und spielen im Wasser und begeistern vor allem die kleinen Besucher. Seit 2011 gibt es auch den „Octopus Garden“, in dem einige Riesenkraken leben. Die faszinierenden Tiere mit ihren acht Armen sind richtige Verwandlungskünstler und schaffen es durch ihre weichen Körper, sich in jeder kleinen Höhle zu verstecken.
Eines der Highlights ist auch das interaktive Berührungsbecken: Hier ist es möglich, die Meerestiere hautnah zu erleben. Seesterne, Anemonen oder Krebse können in ihrem Becken angefasst werden – ein meist einmaliges Erlebnis.
Und wer noch mehr über die Tiere im Sea Life Konstanz erfahren möchte, kann an den täglichen Fütterungen und spannenden Vorträgen teilnehmen.

Öffnungszeiten: Das Sea Life Konstanz ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.


© Zacke82 / Wikimedia Commons

Affenberg Salem

Der Affenberg Salem ist das größte Affenfreigehege in Deutschland. Hier leben neben über 200 Berberaffen auch einige Störche und Damwild auf einem fast 20 Hektar großen Waldstück. Der ganz besondere Tierpark kommt ohne kleine Gehege aus: Auf dem Gelände leben die Tiere frei und sind nicht mit Gittern von den Parkbesuchern abgetrennt. Am Eingang bekommt jeder etwas Popcorn, das nach einer speziellen Art zubereitet wurde, um die Affen damit zu füttern. So kommen große und kleine Besucher schnell in hautnahen Kontakt mit den Tieren – ein beeindruckendes Erlebnis! Führungen durch erfahrene Tierpark-Mitarbeiter werden regelmäßig angeboten. Mehrmals täglich finden Fütterungen der Affen statt, denen die Besucher beiwohnen können. Ein Spielplatz und ein Souvenirladen runden den Tag für die ganze Familie ab.
Der Affenberg Salem unterstützt mit seinen Einnahmen den Schutz gefährdeter Tierarten, wie zum Beispiel der Berberaffen in ihrer Heimat Gibraltar und Nordafrika.
Der Affenberg Salem ist von März bis November täglich von 9 bis 18 Uhr (zum Ende der Saison nur bis 17 Uhr) geöffnet. Im Winter ist der Tierpark geschlossen.


© vince42 / Flickr

Insel Reichenau

Verbringen Sie einen Kurzurlaub am Bodensee und besuchen Sie die Insel Reichenau. Sie ist mit knapp 5 Kilometern Länge und 1,5 Kilometern Breite die größte der Bodensee-Inseln. Zwischen Konstanz und Radolfzell gelegen ist die Insel über einen im Jahr 1828 aufgeschütteten Damm mit dem Festland verbunden, der mit dem Auto befahren werden kann. Der Damm ist von großen Pappeln und unter Naturschutz stehenden Schilffeldern gesäumt, so dass bereits die Überquerung ein Naturerlebnis ist. Kulturelles Highlight der Insel ist das Kloster Reichenau, ein aus dem 8. Jahrhundert stammendes Benediktinerkloster. Es gehört zu den bedeutendsten Klöstern der Karolingerzeit und wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Zusätzlich befinden sich auf der Insel Reichenau drei romanische Kirchen: Das Münster St. Maria und Markus im Ortsteil Mittelzell, das als Abteikirche des Klosters Reichenau genutzt wurde; die Säulenbasilika St. Peter und Paul in Niederzell sowie die Georgskirche in Oberzell. Neben den Kirchen ist auch die mittelalterliche Burgruine Schopflen sehenswert. Eine Besonderheit der Region um die Insel Reichenau ist die Sumpflandschaft „Wollmatinger Ried“ mit ihrem 767 Hektar großen Naturschutzgebiet. Hier haben zahlreiche Pflanzen und Tiere ihren Lebensraum. Der erfolgreiche Schutz seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten brachte dem Wollmatinger Ried bereits internationale Auszeichnungen ein. Beeindruckende Bilder der Insel Reichenau finden Sie auch bei der Webcam Bodensee.

© Reinhard Kirchner / Wikimedia Commons

Burg Meersburg

Die Burg Meersburg gehört zu den wichtigsten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten am Bodensee. Hoch über dem Wasser erhebt sich das historische Gebäude und ist dadurch zu einem Wahrzeichen der Region geworden. Bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts kann es von der Öffentlichkeit besichtigt werden.
Der Rundgang durch die Meersburg führt die Besucher durch etwa 30 eingerichtete Räume, wie zum Beispiel die Waffenhalle, den Rittersaal, den Stall oder das Burgverlies. Zu den Highlights gehören die ehemaligen Wohnräume der deutschen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die hier von 1841 bis 1848 während eines Bodensee-Aufenthaltes lebte und am 24. Mai 1848 in der Meersburg starb.
Einen unvergesslichen Blick auf den Bodensee und die wunderschöne Landschaft der Umgebung hat man vom Dagoberts-Turm. Hier befinden sich einige Räume, die nur während einer Führung durch den Turm zu besichtigen sind. Dazu gehört auch die Gefängnisstube, in der man interessante Informationen über die Zeit der Hexenverfolgung erfährt.
Abgerundet wird die Burg-Besichtigung durch einen Besuch im Ritter-Shop, in dem von kleinen Ritterfiguren über interessante Literatur bis hin zu seltenen Sammlerstücken alles angeboten wird. Zur Erholung steht das barocke Burg-Café bereit.

Öffnungszeiten
März bis Oktober: täglich von 9 bis 18.30 Uhr
November bis Februar: täglich von 10 bis 18 Uhr


© Bodman-Ludwigshafen / Wikimedia Commons

Marienschlucht

Die Marienschlucht ist eine zwischen Wallhausen und Bodman gelegene Schlucht, die vor allem bei Wanderern beliebt ist. Zwischen 30 Meter hohen Felswänden führt eine kleine Holztreppe in die Tiefe an einen kleinen Bach, der durch die Schlucht fließt.
Im Jahr 1897 wurde die Schlucht begehbar gemacht. Grund war der aufblühende Tourismus, der die Bodenseeregion zu dieser Zeit bereits erreicht hatte. Seitdem waren jedoch durch Unwetter mit starken Regenfällen schon mehrere Renovierungen nötig. 1978 wurde die Schlucht sicherer gemacht und ist seitdem auch für Nicht-Sportler zugänglich. Im Zuge der Renovierungen wurde 1986 ein Marienrelief angefertigt und am Schluchteingang angebracht. Die offizielle Eröffnung der Marienschlucht fand im Mai 2001 statt.
Die Schlucht ist von Bodmann (6 Kilometer), Wallhausen (4 Kilometer) oder Langenrein erreichbar. Dabei kann man ein Schiff oder Kanu nutzen oder die Strecke auch zu Fuß zurücklegen. In der Schlucht angekommen warten hier zur Stärkung ein Kiosk, eine Feuerstelle sowie ein kleiner Badestrand.


© Dietrich Krieger / Wikimedia Commons

Zeppelinmuseum Friedrichshafen

In der Stadt Friedrichshafen ist das Zeppelin-Museum eine der großen Sehenswürdigkeiten, die jedes Jahr zahlreiche Touristen anzieht. Auf 4000 m² Fläche befindet sich hier die weltweit größte Sammlung von Luftschiffen.

Bereits im 17. Jahrhundert gab es erste Überlegungen, Luftschiffe zu bauen. Erste reelle Versuche wurden jedoch erst im 19. Jahrhundert umgesetzt. Das erste Luftschiff, das wirklich vom Boden abhob, war die „Giffard I“ am 24. September 1852. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Technik des neuartigen Verkehrsmittels weiter. In Deutschland ist vor allem Ferdinand Graf von Zeppelin als Luftschiff-Konstrukteur bekannt. Im Ersten Weltkrieg machte die Technik große Fortschritte, so dass die Flugobjekte im großen Umfang beim Militär eingesetzt wurden. Das wohl bekannteste Luftschiff war die LZ 129 „Hindenburg“, die bei der Landung in Lakehurst nach einem Flug in die USA in Flammen aufging und somit als eines der größten Technikunglücke in die Geschichte einging. Heute werden Luftschiffe hauptsächlich für Rundflüge und Werbung oder zu Forschungszwecken verwendet.

Das Zeppelin-Museum stellt die beeindruckende Technik und die Geschichte der Luftschiffe heraus und hat damit seit seiner Eröffnung im Jahr 1996 bereits über 4 Millionen Besucher angelockt.

Neben Objekten aus der Luftschifffahrt werden hier auch – ohne einen thematischen Bezug – Kunstwerke ausgestellt. Das Zeppelinmuseum Friedrichshafen ist somit das einzige Museum in Deutschland, das die gegensätzlichen Bereiche Technik und Kunst miteinander vereint.

Öffnungszeiten
Mai bis Oktober: täglich 9 bis 17 Uhr
November bis April: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
Am 24. und 25. Dezember bleibt das Museum geschlossen, am 31.12. gelten besondere Öffnungszeiten.


©  Harke / Wikimedia Commons

Blumeninsel Mainau

Die Insel Mainau ist mit einer Größe von 45 ha die drittgrößte Insel im Bodensee. Ihre Vegetation wird stark vom Bodenseeklima beeinflusst: Durch die Größe des Sees kann hier die Wärme des Sommers länger gespeichert werden, die dann im Winter an die Luft abgegeben wird. Der Bodensee fungiert also als Wärmespeicher, so dass es im Winter weniger Tage mit Temperaturen unter 0°C gibt als in ähnlich gelegenen Regionen. Durch dieses Klima können am Bodensee mediterrane Gewächse wachsen.
Ein Paradebeispiel stellt die Insel Mainau dar. Durch ihre subtropische Vegetation, die bereits vom Festland aus zu erkennen ist, trägt sie den Spitznamen „Blumeninsel“. Sie ist per Schiff sowie vom Südufer des Bodensees über eine Brücke zu erreichen. Mittelpunkt sind das im 18. Jahrhundert erbaute barocke Schloss mit der Schlosskirche St. Marien sowie das parkähnlich angelegte Arboretum mit 500 verschiedenen Baumarten aus der ganzen Welt. Das Schmetterlingshaus lädt mit seinen tropischen Temperaturen, großen Wasserfällen und bunten Vegetation zu einem Besuch ein. Ebenfalls zu den Highlights der Insel Mainau gehören die Frühlingsallee mit ihren mediterranen Palmen- und Kaktus-Gewächsen, der Südgarten mit den im Herbst wachsenden Dahlienbüschen, der italienische Rosengarten sowie die großen Frühlingsblumenfelder. Ferienwohnungen und Hotels am Bodensee und in Mainau können Sie hier gleich suchen und buchen.

©  Simplex Simplicissimus / Wikimedia Commons

Bodensee-Rundweg

Der Bodensee-Rundweg ist ein ausgeschilderter Wanderweg rund um den Bodensee. Vorbei an reizvollen Uferorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz kann man die Umgebung so besonders gut kennen lernen. Die Gesamtlänge beträgt über 250 Kilometer und bietet vielfältige Strecken für Anfänger und Fortgeschrittene. So führen einige Wege durch sehr bergige Gebiete, andere jedoch ohne Steigung direkt am Wasser entlang. Hier befinden sich viele Bodensee Sehenswürdigkeiten, die man von dem Wanderweg aus ansehen kann.
Da nicht alle Ufergebiete betreten werden können – zum Teil liegen hier Naturschutz- oder Industriegebiete – ist das Wasser vom Wanderweg aus nicht immer sichtbar. Aber auch die Umgebung des Sees ist sehr reizvoll, von der Sie auch einen Eindruck mithilfe der Bodenseewebcam gewinnen können.

Der Rundweg ist mit einem runden Pfeil um einen blauen Punkt herum, in der Schweiz durch gelbe Wegweisertafeln gekennzeichnet – ein Verlaufen ist so fast unmöglich. Informationstafeln entlang des Bodensee-Rundweges informieren über Teilstrecken, die auch von Kurzurlaubern gut bewältigt werden können. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es zahlreiche Bodensee Ferienhäuser und Ferienwohnungen, die als Startpunkt für den Wanderweg genutzt werden können.


©  Frank Vincentz / Wikimedia Commons

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Die Pfahlbausiedlung in Unteruhldingen zählt zu den größten Attraktionen der Bodenseeregion. Das im Ort Uhldingen-Mühlhofen liegende Museum besteht aus mehreren Pfahlbausiedlungen aus der Stein- und Bronzezeit (4000 bis 850 v. Chr.), die das Alltagsleben der damaligen Bauern und Fischer anschaulich darstellen.
Im Bereich „Steinzeithäuser Schussenried“ befinden sich Steinzeitwerkstätten für Schüler und Gruppen sowie das Pfahlbaukino, in dem aktuelle Filme zum Thema gezeigt werden. Im „Bronzezeitdorf Buchau“ finden Besucher zahlreiche Werkzeuge aus vergangenen Zeiten, im „Bronzezeitdorf Unteruhldingen“ werden Szenen aus dem Leben der Pfahlbauer gezeigt. Im „Steinzeitdorf Sipplingen“ wird Besuchern das Leben der früheren Bauern und Fischer am Bodensee demonstriert. Die „Dorfhalle Steinzeitdorf“ ist das größte Gebäude der Anlage. Hier finden Sonderveranstaltungen und Schülerprojekte statt. Im „Hornstaadhaus“ und im „Arbonhaus“ finden Langzeitexperimente statt, weshalb sie den Besuchern nicht zur Verfügung stehen. Relativ neu ist das „Steinzeitdorf 2“, das 2007 für das ARD-Filmprojekt „Steinzeit“ errichtet wurde. Im „Haus der Fragen“ werden die 50 häufigsten Fragen anschaulich in Illustrationen und Informationstafeln beantwortet. Ständig ist der "Historische Zeitweg Uhldingen" geöffnet, der außerhalb des Museumsgeländes liegt und quer durch den Ort Unteruhldingen verläuft. Hier kann der Besucher an 19 Stellen viel Interessantes zur wechselhaften Geschichte der Bodenseegemeinde erfahren.
Der Rundgang durch das Pfahlbaumuseum dauert etwa eine Stunde. Führungen finden durch ausgebildete Museumsführer statt. Bodensee Ferienwohnungen stehen auch in Unteruhldingen für Sie bereit.


©  Fb78 / Wikimedia Commons

Münster St. Nikolaus

Das Münster St. Nikolaus in Überlingen ist die größte spätgotische Kirche am Bodensee. Zwischen 1350 und 1576 erbaut ist sie heute die Hauptattraktion Überlingens. Der Nordturm überragt alle anderen Gebäude der Stadt, so auch das 1494 errichtete Rathaus.
In Überlingen stand auch vor dem Bau des Münsters eine Kirche. Hierbei handelte es sich um eine dreischiffige Basilika aus dem 12. Jahrhundert. Um zur Pfarrkirche erhoben werden zu können, musste hier eine Vergrößerung stattfinden. Nachdem in der Mitte des 14. Jahrhunderts der Chorraum im gotischen Stil neu errichtet wurde, gingen die Umbaumaßnahmen zu Beginn des 15. Jahrhunderts mit dem Bau des Langhauses und der beiden Türme, die jedoch erst viel später fertig gestellt wurden, weiter. Wie auch in der Nachbarstadt Salem wuchs der Reichtum in den folgenden Jahren. Nachdem der Salemer Münster fertig gestellt worden war, kamen viele der Baumeister nach Überlingen, um die dreischiffige Basilika in eine fünfschiffige Hallenkirche auszuweiten.
Die Hauptattraktion innerhalb des Münsters ist der geschnitzte, mit 23 lebensgroßen Figuren dekorierte Altar aus dem 17. Jahrhundert. Aber auch die 13 weiteren, durch Schnitzereien dekorierten Altäre, Malereien und Orgeln sind durchaus sehenswert.


© Dornier Museum, Susi Mikulić

Dornier Museum Friedrichshafen

Der Traum vom Fliegen – den erlebt der Besucher im Dornier Museum Friedrichshafen bei einer Reise durch knapp 100 Jahre Luft- und Raumfahrtgeschichte. Leistungen des Flugpioniers Claude Dornier und seiner Mitarbeiter, die die Welt in Staunen versetzten, faszinieren in dem neuen, seit 2009 eröffneten Museum am Flughafen Friedrichshafen. Unmittelbar neben dem Rollfeld entführen Riesenflugboote, fliegende Wale und Senkrechtstarter zu den Anfängen der Mobilität und schlagen die Brücke zur modernen Aviatik. 5.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit 12 Originalflugzeugen und 1:1 Nachbauten machen das Museum zu einer Erlebniswelt für Groß und Klein.

Ab dem 25. Juli 2012 ist ein weiterer 1:1 Nachbau im Dornier Museum zu bestaunen. Das legendäre Flugboot Dornier Wal, mit dem Roald Amundsen 1925 zum Nordpol aufbrach, wurde detailgetreu rekonstruiert. Mit einer Spannweite von 17m und einer Länge von über 22m erfahren die Museumsbesucher die Faszination Wasserflug. Begleitet wird der Einzug des Nachbaus in das Museum mit einer kleinen Sonderausstellung über die eindrucksvollen Flugrekorde sowie dem Einsatz des Wals in der Luftpost.
Museumspädagogische Programme, die eigens für Kinder in einen Kinderspielplatz umfunktionierte Do 27, der Museumshop und die große Terrasse lassen den Museumsbesuch zum Erlebnis werden – für die ganze Familie.
Neben dem klassischen Museumsbetrieb wartet im Museum rund 3000 qm Eventfläche der Sonderklasse. Der Museumshangar präsentiert sich als perfekte Bühne für außergewöhnliche Veranstaltungen umrahmt von historischen Flugzeugen. Unterschiedlichste Flächen zwischen 250 und 1200 qm im Außen- und Innenbereich warten darauf individuell bespielt zu werden.

Öffnungszeiten:
Mai – Oktober: täglich 10–18 Uhr
November–April: Di bis So 10–17 Uhr, Montag ist Ruhetag (außer an Ferien- und Feiertagen)